Helft jonge vrouwen niet gelukkig over seksleven

Die Hälfte der jungen Frauen ist nicht glücklich über das Sexleben

Australische Forscher der Monash University in Melbourne haben fast 7.000 Frauen zwischen 18 und 39 Jahren nach dem Zustand ihres Sexuallebens befragt. Dies zeigt, dass bis zur Hälfte der jungen Frauen in gewisser Weise psychische Probleme im Bereich der Sexualität haben. Und das sind erschreckend hohe Zahlen. Die Forscher hatten erwartet, dass viele Frauen sexuelle Probleme haben, aber die Tatsache, dass so viele Frauen darunter leiden, war ein großer Schock. Die Forschung wurde im letzten Monat in der wissenschaftlichen Zeitschrift Fertility and Sterility veröffentlicht.

Sexuelle Probleme

Junge Frauen wurden gefragt, ob das Sexualleben mit Stress, Scham, Enttäuschung, Schuldgefühlen, Unzufriedenheit, Minderwertigkeit, Verlegenheit oder Angst in Verbindung gebracht werden kann. Bei drei von zehn Frauen war dies der Fall, ohne dass es mit einer besonderen Ungewöhnlichkeit zu tun hatte. Jeder fünfte Befragte gab an, dass sie unter einer sexuellen Abweichung litt, wie beispielsweise einem extrem niedrigen Selbstbewusstsein oder ernsthaften Problemen mit körperlicher Erregung, Verlangen, Orgasmen oder Empfindlichkeit. Diese Beispiele so genannter „weiblicher Sexualstörungen“ sind bisher wenig erforscht.

Wenn sie diagnostiziert wird, beruht sie oft auf einem psychologischen Hintergrund, während sie auch eine physiologische oder soziale Ursache haben kann. Die Forscher nennen Faktoren wie Gewicht, Beziehungen, Partner, Ehe, aber auch ein Kind stillen als Ursachen für die genannten sexuellen Abnormalitäten. Sie stellten auch fest, dass Frauen ein schwaches Selbstwertgefühl hatten, wenn ihr Selbstvertrauen weitgehend durch ihr Aussehen und ihre Ausstrahlung bestimmt wurde. Das Ergebnis war, dass sie ein weniger aktives Sexualleben hatten und dass sie weniger sexuell befriedigt werden konnten.

Verwendung von Medikamenten

Einer der wichtigsten Faktoren, der zu den sexuellen Problemen der untersuchten Frauen führte, war der hohe Prozentsatz der Konsumenten von Arzneimitteln. Bis zu einem Viertel der weiblichen Befragten stellte sich heraus, dass sie Antidepressiva oder andere psychologisch verwandte Medikamente einnahmen. Nach Meinung der Forscher sollten die Folgen dieses Medikamenteneinsatzes nicht unterschätzt werden. Bei Männern ist eine sexuelle Erkrankung öfter sichtbar, beispielsweise eine Erektionsstörung. Der Gebrauch von Medikamenten ist dann damit verbunden. Für Frauen ist dies schwieriger. Obwohl die Forschung einen Zusammenhang zwischen Medikamentengebrauch und sexueller Gesundheit feststellt, ist dieser oft schwieriger zu untersuchen.

Unterschätzung der Gesellschaft

Den Forschern nach wird zu Unrecht behauptet, dass junge Frauen nicht durch Sex belästigt werden und dass sie ein befriedigendes und glückliches Sexualleben haben. Und wenn ein Problem gefunden wird, handelt es sich oft um ein erkennbares Problem wie Beziehungsprobleme, körperliche Beschwerden oder eine Geschlechtskrankheit, die sie sich zugezogen haben, wie Chlamydien oder Tripper (Gonorrhoe). Die Forscher finden die Zahlen als beängstigend hoch und hoffen, dass die Pflegedienstleister den psychischen Problemen, die Frauen in ihrem Sexualleben erfahren, mehr Aufmerksamkeit schenken werden. Sie argumentieren, dass sexuelles Wohlbefinden ein grundlegendes Menschenrecht ist, das mehr Aufmerksamkeit verdient.

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