Kann man Eine Geschlechtskrankheit durch Analsex bekommen?

Viele Menschen haben Analsex. Aber was viele offensichtlich nicht wissen, ist, dass Analsex auch zu einer Geschlechtskrankheit, wie Chlamydien und Gonorrhoe/Tripper, führen kann. Sowohl für die Empfänger als auch für die Geber, die Analsex haben. Eine anale Geschlechtskrankheit wird oft nicht erkannt, weil sie nicht spezifisch getestet wird. Vielleicht wegen des Tabus oder der Unwissenheit, aber die Tatsache bleibt, dass eine Analinfektion oft nicht festgestellt wird. Trotzdem ist das Übertragungsrisiko einer Geschlechtskrankheit beim Analsex höher als beim Vaginalsex. Und auch hier ist ein STI-Test die einzige Möglichkeit, um Sicherheit zu haben.

Anale STIs

Genau wie beim Vaginalsex können fast alle STIs (sexuell übertragbare Infektionen) auch durch Analsex übertragen werden. Die Darmschleimhäute werden sind kaum vor Bakterien und Viren geschützt. Chlamydien kommen auch am häufigsten im Analbereich vor. Aber auch Gonorrhoe, Syphilis und zum Beispiel die Chlamydienvariante LGV (Lymphogranuloma venereum) können sich anal übertragen. Die LGV kommt fast ausschließlich bei homosexuellen Männern vor. Dies gilt auch für Syphilis.

Analsex und HIV

Beim Analsex ist das größte Risiko eine HIV-Infektion. Ungeschützter Analsex ist die Geschlechtsform mit dem höchsten Übertragungsrisiko von HIV. Das Übertragungsrisiko ist am größten, wenn der Geber HIV-positiv ist. Im Falle eines ungeschützten Analgeschlechtsverkehrs zwischen einem positiven aktiven Partner und einem negativen Empfangspartner beträgt das Übertragungsrisiko 0,8 bis 3,2 Prozent. Bei ungeschütztem Analsex zwischen einem negativen aktiven Partner und einem positiven Empfangspartner wäre das Übertragungsrisiko viel geringer, zwischen 0,05 und 0,15 Prozent.

Symptome analer STI

Eine Geschlechtskrankheit im Analbereich kann verschiedene Symptome verursachen, ist aber nicht oft der Fall. Studien haben gezeigt, dass nur ein Viertel der homosexuellen Männer mit einer analen Chlamydieninfektion Beschwerden hatte. Das heißt, dass die Mehrheit keine Symptome hat. Dies ist bei einer genitalen Geschlechtskrankheit oft der Fall, aber der Analanteil der Beschwerden scheint noch geringer zu sein. Eine Geschlechtskrankheit, wie Gonorrhoe (Tripper), verursacht oft keine Analbeschwerden. Die Symptome von Chlamydien und Gonorrhoe können Blut beim Stuhl, Juckreiz, Eiter aus dem Anus und Durchfall sein.

Analtests

Die Durchführung eines STI-Tests ist die einzige Möglichkeit, um Sicherheit zu haben. Viele Menschen spüren nichts bei einer analen Geschlechtskrankheit, damit nur ein Labortest die Infektion nachweisen kann. Chlamydien und Gonorrhoe werden durch eine Analprobe nachgewiesen. Dabei handelt es sich um ein Wattestäbchen, das in den Anus eingeführt werden muss, um Zellen aus der Darmwand zu entnehmen. Dieser Abstrich wird dann in einem Labor auf das Vorliegen bestimmter Bakterien analysiert.

HIV wird aber nicht anal getestet. Dies wird durch die Entnahme einer Blutprobe durchgeführt. Dieses Blut kann von einem Allgemeinmediziner oder Gesundheitsamt entnommen werden, aber immer öfter auch mit einem Fingerstich, um das Blut selbst entnehmen zu können.

Das Risiko einer analen Geschlechtskrankheit ist, dass die Analtests nicht immer durchgeführt werden. Testest du, als Frau, nur vaginal, wenn du auch Analsex hattest? Dann besteht das Risiko, dass du im Vaginalbereich negativ testest und nicht behandelt wirst. Dies, während der Analtest positiv sein kann. Die Behandlung einer analen Infektion unterscheidet sich oft nicht von einer genitalen Variante. Eine anale Chlamydieninfektion wird mit den gleichen Antibiotika wie die Genitalinfektion behandelt.

STI durch oralsex

Wusstest du, dass auch beim Oralsex Geschlechtskrankheiten übertragen werden können? Lies hier einen Blog zu diesem Thema.

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