STI / STD

Sexuell übertragbare Infektionen (STI) werden auch als Geschlechtskrankheiten bezeichnet. Geschlechtskrankheiten können bei ungeschütztem Sex übertragen werden und treten häufig auf. Eine Geschlechtskrankheit bringt oft keine Beschwerden mit sich. Ein Test ist die einzige Möglichkeit sicherzugehen, ob man keine Geschlechtskrankheiten hat. Auf dieser Seite liest du mehr über STI’s.

Übersicht

  • Eine STD ist über genitalen, analen und oralen Sex übertragbar
  • Chlamydien sind bei weitem die am häufigsten auftretende Geschlechtskrankheit
  • STI’s bringen meistens keine Beschwerden mit sich
  • Aber sie können ernsthafte Gesundheitsschäden anrichten
  • Ein Test bietet Sicherheit
  • Eine Behandlung ist oft einfach

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Was sind Geschlechtskrankheiten?

Eine Geschlechtskrankheit/STI ist eine ansteckende Krankheit, die man durch ungeschützten Geschlechtsverkehr bekommen kann. Ungeschützter Geschlechtsverkehr bedeutet, Sex ohne Kondom und umfasst genitalen, analen und/oder oralen Sex. Du kannst also auch eine Geschlechtskrankheit durch Blasen oder Lecken bekommen. STI’s sind relativ einfach übertragbar und treten daher häufig auf. Chlamydien sind die am häufigsten auftretende Geschlechtskrankheit.

Eine Geschlechtskrankheit ist meistens eine bakterielle oder virale Infektion. Die Infektion befindet sich in der Schleimhaut von Vagina, Penis oder Kehle und wird auf diese Weise beim Sex übertragen (Kontakt mit Schleimhäuten).

Bei Frauen kann eine STI zu folgenden Beschwerden führen:

  • Schmerzen und Brennen beim Pinkeln
  • Ungewöhnlicher Ausfluss aus Scheide
  • Juckreiz, Ausschlag und Hautrötungen im Genitalbereich
  • Schmerzen im Unterleib
  • Zwischenblutungen
  • Warzen

Bei Männern kann eine STI zu folgenden Beschwerden führen:

  • Schmerzen und Brennen beim Pinkeln
  • Ungewöhnlicher Ausfluss aus Penis oder Anus
  • Juckreiz, Ausschlag und Hautrötungen im Genitalbereich
  • Hodenschmerzen
  • Schmerzen beim Sex
  • Warzen

Geschlechtskrankheiten treten häufig auf. Wenn du ungeschützt mit jemandem Sex hast, der Chlamydien hat, hast du 50-prozentige Chance, diese STI selbst auch zu bekommen. Jährlich werden Chlamydien ungefähr 60.000 Mal diagnostiziert. Leider sind das nicht alle Infektionen. Ein Teil der Risikogruppe testet sich nicht oder nicht ausreichend. Dadurch wird ein Teil der Geschlechtskrankheiten einfach nicht erfasst.

Eine Geschlechtskrankheit vorzubeugen ist eigentlich ganz einfach. Mit einem Kondom kannst du in fast allen Fällen das Risiko einer Ansteckung senken. Dies ist das einzige Präventionsmittel, das gegen alle Geschlechtskrankheiten wirkt. Das Waschen der Genitalien hilft nicht gegen Geschlechtskrankheiten. Weder vor dem Sex, noch danach!

Mit einer Infektion mit einer Geschlechtskrankheit sind Gesundheitsrisiken verbunden. Chlamydien können beispielsweise unbehandelt zu Unfruchtbarkeit führen. Das passiert jährlich hunderten Frauen. Schlummernde STI’s sind Geschlechtskrankheiten, die du nicht bemerkst, diese sind am gefährlichsten. Wenn sie nicht erkannt werden, können sie schließlich nicht behandelt werden. Die STI kann dann bleibende Schäden anrichten und außerdem wiederum an andere weitergegeben werden. Die gefährlichsten Geschlechtskrankheiten sind HIV und Syphilis, unbehandelt können diese Erkrankungen tödlich sein.

Hast du eine Geschlechtskrankheit? Ein Test ist der einzige Weg, dies sicher zu gehen. Welcher Test für dich der richtige ist, hängt davon ab für welche Geschlechtskrankheit du ein erhöhtes Risiko hast und an welchen Körperteilen eventuelle Symptome auftreten. Achtest du darauf, dass du den richtigen Test machst! Auf testalize.me findest du eine Online-Beratung, die eine Antwort bietet. Ein Test kann über uns, aber natürlich auch über den Hausarzt/Frauenarzt, das Gesundheitsamt und bei lokalen Aids-Hilfen.

Die meisten STI’s sind leicht zu behandeln. So werden bakterielle Geschlechtskrankheiten, wie Chlamydien, Gonorrhoe/Tripper und Syphilis mit Antibiotika behandelt, woraufhin die Infektion verschwindet. Du musst sich jedoch immer von einem Arzt behandeln lassen. Antibiotika sind Apothekenpflichtig und nur auf Rezept erhältlich. Jede Geschlechtskrankheit benötigt ein anderes Antibiotikum. Dein Arzt kann dir das Rezept verschreiben, woraufhin du die Antibiotikakur in der Apotheke abholen kannst.

Es gibt auch Geschlechtskrankheiten, die nicht heilbar sind. So trägt man Herpes sein ganzes Leben mit sich. Auch HIV ist nicht heilbar. Durch eine Behandlung kann man aber verhindern, dass es sich zu AIDS entwickelt. Keine einzige Geschlechtskrankheit ist tödlich, solange sie rechtzeitig behandelt wird!

Die Anzahl STI’s nimmt seit einigen Jahren zu. Vor allem Chlamydien treten sehr häufig auf. Die Anzahl der HIV Diagnosen ist zum Glück rückläufig, nichtdestotrotz werden jährlich ca. 2700 Personen positiv auf HIV getestet.

Der Gebrauch von Kondomen nimmt ab und viele Leute haben wechselnde sexual Kontakte mit verschiedenen Partnern. Das spiegelt sich direkt in den Geschlechtskrankheitsstatistiken wieder. Die Angst vor HIV scheint auch verschwunden zu sein, dies aber zu UNRECHT. Weil Chlamydien und Gonorrhoe leicht zu behandeln sind, erscheint es ob viele das Infektionsrisiko einfach hinnehmen. Das ist ein unnötiges Risiko, denn es können auch bleibende Schäden auftreten, selbst wenn eine Chlamydien-Infektion nur von kurzer Dauer war.

Richtig befunden von:

DR. MED. ANNELIES LUCAS

Fachärztin für Allgemeinmedizin und medizinische Direktorin. Sie arbeitete 25 Jahre lang als Fachärztin für Allgemeinmedizin, promovierte an der Universität Maastricht und ist seit 2011 medizinische Direktorin des Labors Diagnostiek voor U. Die STI-Tests von testalize.me werden an dieses Labor geschickt und vor Ort analysiert.

letzte Aktualisierung: 26.08.2019

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