STI

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Sexuell übertragbare Krankheiten werden auch als Geschlechtskrankheiten bezeichnet. Geschlechtskrankheiten können bei ungeschütztem Geschlechtsverkehr übertragen werden und treten häufig auf. Eine Geschlechtskrankheiten  bringt oft keine Beschwerden mit sich. Ein Test ist die einzige Möglichkeit, sicher zu gehen ob man keine Geschlechtskrankheiten hat. Auf dieser Seite lesen Sie mehr über Geschlechtskrankheiten.

Was ist eine Geschlechtskrankheiten?

Eine Geschlechtskrankheit ist eine ansteckende Krankheit, die man durch ungeschützten Geschlechtsverkehr bekommen kann. Ungeschützter Geschlechtsverkehr bedeutet, Sex ohne Kondom und umfasst genitalen, analen und/oder oralen Geschlechtsverkehr. Sie können also auch eine Geschlechtskrankheit durch Blasen oder Lecken bekommen. Geschlechtskrankheiten sind relativ einfach übertragbar und treten daher häufig auf. Chlamydien sind die am häufigsten auftretende Geschlechtskrankheit und treten schätzungsweise 100.000 Mal jährlich in den Niederlanden auf.

Eine Geschlechtskrankheit ist meist eine bakterielle oder virale Infektion. Die Infektion befindet sich in der Schleimhaut von Vagina, Penis oder Kehle und wird auf diese Weise beim Geschlechtsverkehr übertragen (Kontakt mit Schleimhäuten).

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Kurzüberblick:

  • Eine Geschlechtskrankheit ist über genitalen, analen und oralen Geschlechtsverkehr übertragbar
  • Chlamydien sind bei weitem die am häufigsten auftretende Geschlechtskrankheit
  • Geschlechtskrankheiten bringen meist keine Beschwerden mit sich…
  • Aber sie können ernsthafte Gesundheitsschäden anrichten
  • Ein Test bietet Sicherheit
  • Eine Behandlung ist oft einfach

Symptome

Bei Frauen kann eine Geschlechtskrankheit zu folgenden Beschwerden führen:

  • Ein brennendes Gefühl beim Urinieren
  • Vaginale Ausscheidungen
  • Juckreiz und/oder Hautausschlag im Genitalbereich
  • Unterleibschmerzen
  • Veränderungen des Menstruationszyklus
  • Warzen

Lesen Sie mehr über die Symptome einer Geschlechtskrankheit  bei Frauen.

Bei Männern kann eine Geschlechtskrankheit  zu folgenden Beschwerden führen:

  • Schmerzen beim Urinieren
  • Ausscheidungen aus dem Penis oder Anus
  • Juckreiz im Genitalbereich
  • Schmerzende Hoden
  • Schmerzen beim Sex
  • Warzen (können groß werden)

Lesen Sie mehr über die Symptome einer Geschlechtskrankheit  bei Männern.

Häufigkeit

Geschlechtskrankheiten treten häufig auf. Wenn Sie ungeschützt mit jemandem Geschlechtsverkehr haben, der Chlamydien hat, haben Sie 50-prozentige Chance, diese Geschlechtskrankheit selbst auch zu bekommen. Jährlich werden Chlamydien ungefähr 60.000 Mal diagnostiziert. Leider sind das nicht alle Infektionen. Ein Teil der Risikogruppe testet sich nicht oder nicht ausreichend. Dadurch wird ein Teil der Geschlechtskrankheiten einfach nicht erfasst. Mehr Geschlechtskrankheiten  Statistiken.

Vorbeugung

Natürlich ist Vorbeugung besser als Heilung. Eine Geschlechtskrankheit vorzubeugen ist eigentlich ganz einfach. Mit einem Kondom können Sie in fast allen Fällen Geschlechtskrankheiten vorbeugen. Dies ist das einzige Präventionsmittel, das gegen alle Geschlechtskrankheiten wirkt. Das Waschen der Genitalien hilft nicht gegen Geschlechtskrankheiten. Weder vor dem Sex, noch danach!

Lesen Sie alles über die Vorbeugung von Geschlechtskrankheiten.

Risiko

Mit einer Infektion mit einer Geschlechtskrankheit sind Gesundheitsrisiken verbunden. Chlamydien können beispielsweise unbehandelt zu Unfruchtbarkeit führen. Das passiert jährlich hunderten Frauen. Schlummernde Geschlechtskrankheiten sind Geschlechtskrankheiten, die Sie nicht bemerken, diese sind am gefährlichsten. Wenn sie nicht erkannt werden, können sie schließlich nicht behandelt werden. Die Geschlechtskrankheit kann dann bleibende Schäden anrichten und außerdem wiederum an andere weitergegeben werden. Die gefährlichsten Geschlechtskrankheiten sind HIV und Syphilis, unbehandelt können diese Erkrankungen tödlich sein.

Testen

Haben Sie eine Geschlechtskrankheit? Ein Test ist der einzige Weg, dies sicher zu gehen. Welcher Test für Sie der richtige ist, hängt davon ab für welche Geschlechtskrankheit Sie ein erhöhtes Risiko haben und an welchen Körperteilen eventuelle Symptome auftreten. Achten Sie darauf, dass Sie den richtigen Test machen! Auf testalize.me finden Sie einen Testleitfaden, der eine Antwort bietet. Ein Test kann über uns, aber natürlich auch über den Hausarzt oder den Gesundheitsdienst in Ihrer Gemeinde. Beim Hausarzt bezahlten Sie den Test als Eigenanteil der Krankenversicherung. Gesundheitsdienst in Ihrer Gemeinde ist es gratis, aber nur für Risikogruppen. Lesen Sie alles über den Geschlechtskrankheiten -Test.

Behandlung

Die meisten Geschlechtskrankheiten sind leicht zu behandeln. So werden bakterielle Geschlechtskrankheiten, wie Chlamydien, Gonorrhoe und Syphilis mit Antibiotika behandelt, woraufhin die Infektion verschwindet. Sie müssen sich jedoch immer von einem Arzt behandeln lassen. Antibiotika sind Apothekenpflichtig und nur auf Rezept erhältlich. Jede Geschlechtskrankheit benötigt ein anderes Antibiotikum. Ihr Hausarzt kann Ihnen das Rezept verschreiben, woraufhin Sie die Antibiotikakur in der Apotheke abholen können. Antibiotika sind zum Glück recht günstig, eine Kur kostet ungefähr 15 Euro.

Es gibt auch Geschlechtskrankheiten, die nicht heilbar sind. So trägt man Herpes sein ganzes Leben mit sich. Auch HIV ist nicht heilbar. Durch eine Behandlung kann man aber verhindern, dass es sich zu AIDS entwickelt. Keine einzige Geschlechtskrankheit ist tödlich, solange sie rechtzeitig behandelt wird!

Trends

Die Anzahl Geschlechtskrankheiten nimmt seit einigen Jahren zu. Vor allem Chlamydien sind seit einiger Zeit auf dem Vormarsch. Die Anzahl der HIV Diagnosen ist zum Glück rückläufig, nichtdestotrotz werden jährlich ca. 1000 Personen positiv auf HIV getestet.

Der Gebrauch von Kondomen nimmt ab und viele Leute haben wechselnde sexual Kontakte mit verschiedenen Partnern. Das spiegelt sich direkt in den Geschlechtskrankheitsstatistiken wieder. Die Angst vor HIV scheint auch verschwunden zu sein, dies aber zu UNRECHT. Weil Chlamydien und Gonorrhoe leicht zu behandeln sind, erscheint es ob viele das Infektionsrisiko einfach hinnehmen. Das ist ein unnötiges Risiko, denn es können auch bleibende Schäden auftreten, selbst wenn eine Chlamydien-Infektion nur von kurzer Dauer war.

Dieser Text wurde genehmigt von:

DR. MED. ANNELIES LUCAS

Hausärztin und medizinische Direktorin. Sie arbeitete 25 Jahre lang als Hausärztin (u.a. Spezialistin), promovierte an der Universität Maastricht und ist seit 2011 medizinische Direktorin bei Diagnostiek voor U.

Laatst herzien op 21/01/2019