FEIGWARZEN

Feigwarzen oder Genitalwarzen sind hochgradig ansteckend. Es handelt sich dabei um eine in Deutschland weit verbreitete STI, die durch humane Papillomaviren (HPV) verursacht wird.

Übersicht

  • Feigwarzen werden durch ein Virus verursacht
  • Die Symptome variieren stark von Person zu Person
  • Feigwarzen sind von Natur aus harmlos
  • Nicht jeder, der infiziert ist, weist Symptome auf
  • Genitalwarzen verschwinden in der Regel von selbst

Lass dich testen!

Mit Laboranalyse. Jetzt 49€.

Was sind Feigwarzen?

Feigwarzen sind Warzen in oder um die Geschlechtsorgane oder im Analbereich bei Männern oder Frauen. Sie sind grauweiß oder rötlich gefärbt. Bei nur 1 % der mit Genitalwarzen Infizierten treten tatsächlich Symptome auf. Die Infektion erfolgt durch sexuellen oder intimen Kontakt (Haut auf Haut), kann aber auch durch ein benutztes Handtuch übertragen werden.

Mit Feigwarzen kann man sich leicht anstecken. Das HPV-Virus, das die Warzen verursacht, wird beim ungeschützten Sex übertragen, kann aber auch von den Fingern oder sogar von einem benutzten Handtuch stammen. Allerdings ist dieser letztgenannte Übertragungsweg in der Praxis nicht sehr verbreitet. Das Virus kann auch dann übertragen werden, wenn keine Genitalwarzen vorliegen. Ein Kondom reduziert das Infektionsrisiko, schließt es aber nicht aus. Die Warzen können auch an anderen Stellen rund um den Genitalbereich auftreten.

Kondome beugen oft Feigwarzen vor – leider jedoch nicht immer.

Bei Männern befinden sich die Warzen hauptsächlich im Analbereich, um den Hodensack oder am Ausgang der Harnröhre. Bei Frauen ist ebenfalls der Analbereich sowie die Klitoris oder die Vagina betroffen. Manchmal können sie auch am Gebärmutterhals oder in der Scheide sitzen. Kaum jemand leidet tatsächlich unter den Feigwarzen (nur 1 %). Wenn Symptome auftreten, handelt es sich dabei um:

  • Juckreiz
  • Schmerzen
  • Brennendes Gefühl
  • Größere Warzen (blumenkohlartig)

Nach der Infektion kann es bis zu acht Monate dauern, bis sich die Genitalwarzen entwickeln. Diese STI kann daher leicht übertragen werden, ohne dass du etwas davon spürst.

Auch bei lange vorhandenen Feigwarzen besteht kein großes Risiko. In der Regel verschwinden sie von selbst. Allerdings handelt es sich um eine hochansteckende STI, die leicht übertragen werden kann.

Wenn du ungeschützten Sex mit jemandem hast, der Träger dieses Virus ist, liegt die Wahrscheinlichkeit einer Infektion bei 60 Prozent. Die wenigsten dieser Infizierten haben tatsächlich Beschwerden.

Feigwarzen können wahrgenommen werden, weil sie von außen sichtbar sind. Eine Blut- oder Urinuntersuchung ist nicht erforderlich.

Die Behandlung von Feigwarzen ist fast nie notwendig. In der Regel gehen sie von selbst weg. In 90 % der Fälle sind sie nach maximal 2 Jahren wieder verschwunden. Wenn Genitalwarzen doch sichtbar sind – und diese ggf. auch zu Problemen führen –, können sie von einem Arzt oder Dermatologen behandelt werden. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Warzen zu behandeln. Beispielsweise kann Podophyllotoxin verschrieben werden. Dieses Medikament hemmt das lokale Wachstum der infizierten Zellen. Darüber hinaus kann auch Imiquimod-Creme oder Sinecatechin-Salbe verwendet werden. Hinweis: Diese Medikamente sollten nicht während der Schwangerschaft verwendet werden. In diesem Fall behandelt der Arzt die Warzen mit flüssigem Stickstoff.

Richtig befunden von:

DR. MED. ANNELIES LUCAS

Fachärztin für Allgemeinmedizin und medizinische Direktorin. Sie arbeitete 25 Jahre lang als Fachärztin für Allgemeinmedizin, promovierte an der Universität Maastricht und ist seit 2011 medizinische Direktorin des Labors Diagnostiek voor U. Die STI-Tests von testalize.me werden an dieses Labor geschickt und vor Ort analysiert.

letzte Aktualisierung: 26.08.2019

Scroll to Top