Hepatitis B.

Hepatitis B ist eine sehr ansteckende Leberentzündung. Die Ursache ist ein Virus. Dieser Virus ist unter anderem durch Geschlechtsverkehr übertragbar. Hepatitis B wird auch „die Geschlechtskrankheit der Reisenden“ genannt, weil man sich häufig auf Reisen infiziert. In Osteuropa wird die Geschlechtskrankheit recht häufig diagnostiziert.

  • Hepatitis ist ein Virus
  • Oft bleibt er unbemerkt
  • Der Virus breitet sich über die Blutbahn auf die Leber aus
  • Es besteht ein Impfstoff gegen den Virus (Prävention)
  • Leider ist noch keine Heilung durch Medikamente möglich

Was ist Hepatitis B?

Hepatitis B ist also eine Leberentzündung. Die Infektion wird durch ein Virus verursacht und dieses Virus ist sexuell übertragbar. Kinder können sich zudem im Mutterleib oder bei der Mutter anstecken. In Deutschland empfiehlt man Säuglinge ab zwei Monaten zu impfen. Bei Kindern bis 17 Jahre übernimmt die Krankenversicherung die Kosten für eine Impfung gegen Hepatitis B. Auch für Erwachsenen mit hohem Ansteckungsrisiko übernehmen die Krankenversicherungen in der Regel die Kosten für eine Hepatitis-B-Impfung. Hepatitis B kann akut oder chronisch sein. Bei akuter Hepatitis B ist die Entzündung der Leber vorübergehend und das Virus verschwindet von alleine wieder aus dem Körper.

Wie bekommt man Hepatitis B?

Hepatitis B ist sexuell übertragbar. Oraler Sex stellt ein geringes Risiko für diese Geschlechtskrankheit dar. Vaginaler und analer Kontakt schon eher. Sie können sich auch durch Blutkontakt infizieren. Denken Sie hierbei an gebrauchte Nadeln, Rasierklingen und sogar Zahnbürsten. Hepatitis B wird wie oben erwähnt auch von der Mutter auf das Kind übertragen.

Kondome verhindern Hepatitis B in vielen Fällen.

Symptome

Allgemeine Symptome sind, dass sich die Leber vergrößert und dass der Patient oder die Patientin Symptome einer Gelbsucht zeigen.

Wussten Sie das?

Im Jahr 2017 wurden in Deutschland 3.622 Hepatitis-B-Infektionen gemeldet aber erwartungsgemäß gibt es eine große Dunkelziffer. Gegen Hepatitis B können Sie sich impfen lassen.

Symptome von Hepatitis B:

  • Leber vergrößert
  • Abgeschlagenheit
  • Appetitlosigkeit
  • Fieber
  • Muskel- und Gelenkschmerzen
  • Übelkeit, Erbrechen und Bauchschmerzen
  • Dunkler Urin/heller Stuhlgang

Sie können sich allerdings auch mit Hepatitis B infiziert haben und wenig oder gar keine Beschwerden entwickeln.

Risiko

Hepatitis B ist sehr ansteckend. Es ist daher wichtig, Ihre Sexualpartner der letzten 6 Monate zu informieren, wenn Sie positiv auf Hepatitis B getestet wurden. Die Infektion kann permanente Leberschäden verursachen und sogar zu Leberkrebs führen. Auch Mitbewohner von jemandem mit Hepatitis B haben ein höheres Infektionsrisiko. Es wird daher davon abgeraten, Rasierer, Zahnbürsten oder beispielsweise eine Pinzette zu teilen.

Wie oft kommt das vor?

Die Wahrscheinlichkeit einer Übertragung ist hoch. Bei Blutkontakt wird die Wahrscheinlichkeit auf eine Infektion mit Hepatitis B 100 Mal größer erachtet als bei HIV. Eine kleine Menge infiziertes Blut in einer Wunde reicht deshalb schon aus, um eine Infektion hervorzurufen.

Testen?

Am besten ist es natürlich eine Infektion zu vermeiden. Wenn Sie sich allerdings bereits mit Hepatitis B infiziert haben oder Sie eine Ansteckung vermuten, beispielsweise, da ein (ehemaliger) Sexpartner Sie über eine Infektion informiert hat, können Sie sich testen lassen. Nehmen Sie dazu Kontakt mit Ihrem Hausarzt auf, der wird Ihnen Blut abnehmen.

Behandlung

Hepatitis B kann innerhalb von 6 Monaten von selbst genesen. Das gilt jedoch nur, wenn Sie sich als Erwachsener infizieren. Bleibt das Virus nach 6 Monaten im Blut? Dann kann eine Behandlung mit Medikamenten sinnvoll sein. Es ist daher wichtig, sich regelmäßig erneut testen zu lassen. Fragen Sie hierzu Ihren Arzt und besprechen Sie welche Möglichkeiten bestehen.

Letzte Aktualisierung 26.11.2020

Bestätigt durch:

Dr. Med. Annelies Lucas

Fachärztin für Allgemeinmedizin und medizinische Direktorin. Sie arbeitete 25 Jahre lang als Fachärztin für Allgemeinmedizin, promovierte an der Universität Maastricht und ist seit 2011 medizinische Direktorin des niederländischen Labors Diagnostiek voor U. Die STI-Tests von testalize.me werden an dieses Labor geschickt und vor Ort analysiert.