HIV

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HIV ist eine Geschlechtskrankheit, die durch einen Virus verursacht wird. Die Geschlechtskrankheit tritt relativ häufig auf, vor allem bei Risikogruppen. HIV steht für Humanes Immundefizienz-Virus. Sie können diese Geschlechtskrankheit haben, ohne, dass Sie es selbst merken. HIV wird in den Niederlanden als chronische Krankheit angesehen und verläuft nicht mehr tödlich. Aber dazu müssen Sie wohl getestet und behandelt werden.Unbehandelt können Sie von HIV letztendlich AIDS (Acquired Immune Deficiency Syndrome) bekommen. Und AIDS ist leider tödlich. In Deutschland kann HIV gut mit HIV-Hemmern behandelt werden. So gut, dass das Virus nicht übertragen wird. Menschen mit HIV haben eine normale Lebenserwartung, solange sie behandelt werden.

Kurzübersicht:

  • HIV wird durch einen Virus verursacht
  • HIV ist noch nicht heilbar, aber behandelbar
  • Ohne HIV-Hemmer können Sie AIDS bekommen
  • Sie können HIV haben, ohne es zu merken
  • Sie Symptome von HIV sind der einer starken Grippe ähnlich
  • Bei analem Sex ist das Risiko auf HIV größer

Was ist HIV?

HIV steht für Humanes Immundefizienz-Virus. Das HIV-Virus schwächt das Abwehrsystem, wodurch sich der Körper nicht mehr gegen Viren und Bakterien wehren kann. Wenn HIV nicht behandelt wird, wird das Abwehrsystem so stark geschwächt, dass sich der Körper nicht mehr wehren kann. Das nennen wir AIDS. Es treten in den Niederlanden jährlich ca. 900 neue HIV Infektionen auf. Unter Männern, die Sex mit Männern haben, tritt HIV am häufigsten auf.

Wie bekommt man HIV?

HIV ist eine Geschlechtskrankheit und kann durch ungeschützten Sex übertragen werden. HIV ist glücklicherweise nicht so ansteckend wie Chlamydien. Vor allem Blutkontakt stellt ein erhöhtes Risiko dar. Die Wahrscheinlichkeit auf HIV bei oralem Sex ist beispielsweise sehr gering, Sperma und Wunden erhöhen das Risiko aber. Analverkehr stellt ein höheres Risiko für HIV dar. Ein Kondom verhindert HIV-übertragung. Lesen Sie mehr über die Vermeidung von Geschlechtskrankheiten.

HIV kann durch Blut, Sperma und Scheidenausfluss übertragen werden. Aber auch durch Muttermilch. Die am häufigsten auftretende Übertragung erfolgt über Blut und Sperma.

Symptome

Genau wie bei jeder anderen Geschlechtskrankheiten können Sie HIV haben, ohne etwas davon zu merken (zumindest im ersten Stadium). Sie können jahrelang damit leben und andere Personen anstecken. Viele Menschen bekommen kurz nach der Infektion Beschwerden, die 1 bis 6 Wochen anhalten und von selbst wieder gehen. Sie können denken an:

  • Müdigkeit
  • Schweißanfälle
  • Gewichtsverlust
  • Fieber
  • Durchfall
  • Kurzatmigkeit

Die Symptome ähneln in manchen Fällen einer heftigen Grippe.

Risiko

HIV ist sehr gefährlich. Unbehandelt ist die Geschlechtskrankheit tödlich. HIV wird dann AIDS. Sobald HIV rechtzeitig diagnostiziert wird, können Sie gut behandelt werden. Die Übertragung des Virus wird damit unmöglich, weil die virale Ladung extrem gering wird. Mit HIV sind Sie auch besonders anfällig für andere Geschlechtskrankheiten.

Wahrscheinlichkeit

Die Wahrscheinlichkeit einer HIV-Infektion ist in hohem Maße davon abhängig, wie Sie Geschlechtsverkehr haben. Das Risiko ist bei einmaligem vaginalem Kontakt sehr gering. Schätzungsweise tragen Sie bei ungeschütztem vaginalem Kontakt mit einem infizierten Partner ein Risiko von weniger als 0,1 Prozent. Hierbei wird angemerkt, dass es risikoerhöhende Faktoren geben kann, wie beispielsweise das Vorhandensein einer andere Geschlechtskrankheit und das Stadium, in der sich die HIV-Infektion (bei Ihrem Partner) befindet.

Analverkehr erhöht die Wahrscheinlichkeit einer Infektion. Das hängt mit freigesetztem Blut zusammen. Dadurch erhöht sich das Übertragungsrisiko. Für Analverkehr liegt die Wahrscheinlichkeit auf HIV durch ungeschützten Geschlechtsverkehr bei 0,05 bis 0,2 Prozent (gebend) und 0,1 bis 0,3 Prozent (empfangend).

Bei oralem Sex scheint die Wahrscheinlichkeit auf HIV-übertragung geringfügig zu sein.

Testen

Ein Test auf HIV erfolgt durch eine Blutuntersuchung. Es gibt mehrere Wege, um einen Test durchzuführen, aber oft werden Abwehrstoffe oder Antigene im Blut gesucht. Ein guter HIV-Test wird in einem Labor durchgeführt.

Ein Test kann beim Hausarzt oder Gesundheitsdienst in Ihrer Gemeinde durchgeführt werden. Die Inkubationszeit ist von der Art des Tests abhängig, aber warten Sie mindestens 30 Tage, bevor Sie testen. Nicht jeder wird standardmäßig auf HIV getestet. Es muss ein bestimmtes Risiko bestehen. Männer, die Sex mit Männern haben, sind die primäre Risikogruppe. Aber auch Heterosexuelle, die ungeschützten Sex mit Menschen aus Risikogebieten (Afrika und Teile Asiens) hatten.

Behandlung

HIV ist nicht heilbar, aber gut behandelbar. Durch die Einnahme von HIV-Hemmern stellt sich das Abwehrsystem wieder her. Die virale Ladung nimmt ab. Das Virus bleibt jedoch im Körper. Sie können dann im Prinzip genauso alt werden, wie jemand ohne HIV. Das Stadium von AIDS kann verhindert oder auf jeden Fall sehr lange hinausgezögert werden. Bei einer erfolgreichen Behandlung können Sie HIV auch nicht mehr auf Sexpartner übertragen. HIV wird in westlichen Ländern als chronische Krankheit angesehen.

Heutzutage kann HIV durch PrEP verhindert werden. Das sind Pillen, die eine Infektion verhindern. PrEP sollte man nicht mit PEP verwechseln. PEP ist eine Notfallbehandlung, die bis zu 72 Stunden, nachdem Sie mit HIV infiziert wurden, ausgeführt werden kann.

Eine Behandlung mit Medikamenten ist intensiv und lebenslang. Denken Sie also nicht zu schnell “HIV ist doch behandelbar”. Treffen Sie die erste Vorsorgemaßnahme: Kondom.

Dieser Text wurde genehmigt von:

DR. MED. ANNELIES LUCAS

Hausärztin und medizinische Direktorin. Sie arbeitete 25 Jahre lang als Hausärztin (u.a. Spezialistin), promovierte an der Universität Maastricht und ist seit 2011 medizinische Direktorin bei Diagnostiek voor U.

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