SYPHILIS

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Syphilis ist eine Geschlechtskrankheit, die durch ein Bakterium verursacht wird. Syphilis, auch ‘Lues’ genannt, ist stark ansteckend, aber tritt nicht mehr so häufig auf wie früher. Dennoch scheint die Geschlechtskrankheit in den letzten Jahren einen Aufmarsch zu erleben. Lesen Sie hier mehr über Syphilis.

Kurzübersicht:

  • Syphilis wird durch ein Bakterium verursacht
  • Die Geschlechtskrankheit kann zu ernsthaften neurologischen Komplikationen führen
  • Anfänglich merken Sie nicht, dass Sie diese Geschlechtskrankheit haben
  • Nach 2 bis 12 Wochen bekommen Sie Geschwüre, die in Flecken übergehen
  • Die Stellen befinden sich meist im Intimbereich
  • Syphilis behandelt man mit Antibiotika

Was ist Syphilis?

Syphilis ist eine recht ernste Geschlechtskrankheit, die durch ein Bakterium verursacht wird. Sie fängt mit einer Infektion des Penis, der Vagina oder des Anus über die Schleimhäute an. Danach können auch andere Organe infiziert werden. Außer durch ungeschützten Geschlechtsverkehr kann die Krankheit durch Blutkontakt übertragen werden. 2017 wurde diese Geschlechtskrankheit rund 1000 mal diagnostiziert. Die Geschlechtskrankheit wurde am häufigsten bei Männern diagnostiziert, die Sex mit Männern haben. Wenn Syphilis rechtzeitig entdeckt und behandelt wird, ist es kein Grund zur Sorge. Aber wenn Syphilis unbehandelt bleibt, kann die Geschlechtskrankheit ernsthafte Folgen haben und sogar tödlich verlaufen.

Kondome verhindern Syphilis. Lesen Sie mehr über die Vermeidung von Syphilis.

Symptome

Syphilis tritt in 3 Stadien auf, jeweils mit eigenen Symptomen.

Erstes Stadium. 2 bis 12 Wochen nach der Infektion bekommen Sie Geschwüre an der Stelle am Körper wo Sie infiziert sind. Diese sind ungefähr 1 cm groß und fühlen sich hart an. Die Lymphdrüsen in der Nähe der Geschwüre schwellen an. Die Geschwüre verschwinden nach einigen Wochen wieder, aber die Syphilis ist nicht verschwunden.

Zweites Stadium. Einige Wochen oder Monate später tritt das zweite Stadium auf. Das Bakterium ist dann über die Blutbahn in den gesamten Körper gelangt. Das kann folgende Symptome zur Folge haben:

  • Flecken auf dem ganzen Körper. Vor allem auf den Fußsohlen und den Handflächen
  • Haarausfall
  • Grippegefühl
  • Augenbeschwerden
  • Warzen im Intimbereich

Drittes Stadium. Wenn Syphilis im zweiten Stadium (auch) unbehandelt bleibt, folgt das Schlummerstadium. Die Bakterien bleiben im Körper und sind im ersten Jahr an andere übertragbar. Jahre später können Ihre Organe beschädigt werden. Dan treten ernsthafte Symptome auf:

  • Geistiger Rückgang
  • Lähmungserscheinungen
  • Entzündete Knochen
  • Herzbeschwerden
  • Auf Ihrer Haut können tiefe, schmerzhafte Geschwüre entstehen

Risiko

Syphilis ist gefährlich. Unbehandelt können sehr ernsthafte Komplikationen auftreten. Außerdem ist die Geschlechtskrankheit einfach übertragbar. Syphilis kann unbehandelt tödlich sein. Früher führte Syphilis regelmäßig zum Tod. Heutzutage in westlichen Ländern nicht mehr. Eine frühe Diagnose vereinfacht die Behandlung deutlich.

Wahrscheinlichkeit

Die Wahrscheinlichkeit, sich mit Syphilis zu infizieren, wird auf 30 Prozent geschätzt. Das gilt für jedes Mal, dass Sie ungeschützten Sex mit jemanden haben, der Syphilis hat.

Testen

Um zu testen, ob Sie Syphilis haben, können Sie sich an Ihren Hausarzt oder die Gesundheitsbehörde Ihrer Gemeinde wenden. Der Arzt nimmt Blut ab und macht eventuell einen Abstrich von der Flüssigkeit aus dem Geschwür. Syphilis kann 2 Wochen nach dem ungeschützten Geschlechtsverkehr schon im Blut nachgewiesen werde. Jedoch erst 3 Monate nach dem ungeschützten Geschlechtsverkehr lässt sich mit Sicherheit sagen, dass die Infektion nicht erfolgt ist.

Behandlung

Syphilis wird mit Antibiotika behandelt. Diese Medikamente töten Bakterien. In vielen Fällen ist eine Nachkontrolle des Blutes bis zu 2 Jahre nach der Behandlung erforderlich. Während der Behandlung sollten Sie keinen Geschlechtsverkehr haben. Tun Sie das wohl? Verwenden Sie dann auf jeden Fall ein Kondom.

Dieser Text wurde genehmigt von:

DR. MED. ANNELIES LUCAS

Hausärztin und medizinische Direktorin. Sie arbeitete 25 Jahre lang als Hausärztin (u.a. Spezialistin), promovierte an der Universität Maastricht und ist seit 2011 medizinische Direktorin bei Diagnostiek voor U.

Laatst herzien op 22/01/2019